Zoll-Lexikon Fachbegriffe verständlich erklärt
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A
Abfertigung (Zollabfertigung)
Zollabfertigung bezeichnet die Gesamtheit der behördlichen Schritte, mit denen Waren bei Ein- oder Ausfuhr zollrechtlich behandelt werden (z. B. Annahme …
Definition lesen →Abgabenbescheid
Ein Abgabenbescheid ist die behördliche Festsetzung/mitgeteilte Entscheidung über geschuldete Einfuhr- oder Ausfuhrabgaben (inkl. Berechnungsgrundlagen) …
Definition lesen →Abgabenfreiheit / Zollbefreiung
Zollbefreiung bedeutet, dass in gesetzlich bestimmten Fällen trotz Einfuhr keine (oder reduzierte) Einfuhrzölle erhoben werden; dies ist strikt an …
Definition lesen →Abgangsstelle (Versandverfahren)
Die Abgangsstelle ist die Zollstelle, bei der ein Versandverfahren eröffnet wird und von der aus Waren unter Zollaufsicht in ein anderes Gebiet/Zollstelle …
Definition lesen →AEO (Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter)
AEO ist ein EU-weit anerkennbarer Status für als zuverlässig bewertete Unternehmen im Zoll-/Logistikumfeld, der Erleichterungen bei Zollbewilligungen …
Definition lesen →Aktive Veredelung (Inward Processing, IP)
Aktive Veredelung erlaubt, Nicht-Unionswaren zur Verarbeitung im Zollgebiet der Union einzuführen, ohne dass Einfuhrabgaben sofort endgültig anfallen; die …
Definition lesen →Anmelder
Anmelder ist die Person/Organisation, die eine Zollanmeldung abgibt und damit das gewünschte Zollverfahren beantragt (ggf. durch Vertreter).
Definition lesen →Anmeldung zur vorübergehenden Verwahrung (SumA)
Eine SumA (summarische Anmeldung) ist die (elektronische) Erklärung/Datensendung, mit der Nicht-Unionswaren nach Gestellung (fiktiver Vorgang) in die …
Definition lesen →Antidumpingzoll
Antidumpingzoll ist ein handelspolitischer Zusatzzoll, der eingeführt werden kann, um schädigendes Dumping (unter Normalwert verkaufte Einfuhren, i.d.R. auf …
Definition lesen →ATLAS
ATLAS ist das IT-Verfahren der deutschen Zollverwaltung zur elektronischen Abwicklung wesentlicher Zollprozesse (u. a. Einfuhr/Ausfuhr/Versand) samt …
Definition lesen →Ausfuhranmeldung
Die Ausfuhranmeldung ist die elektronische Zollanmeldung für das Ausfuhrverfahren; sie ist Grundlage für Kontrollen, Ausgangsbestätigung und zollrechtliche …
Definition lesen →Ausfuhrbegleitdokument (ABD)
Das ABD ist das von der Ausfuhrzollstelle generierte Begleit-/Referenzdokument nach Überlassung zur Ausfuhr; es enthält Referenzen (u. a. MRN) und wird für …
Definition lesen →Ausgangszollstelle
Die Ausgangszollstelle ist die Zollstelle, bei der Waren das Zollgebiet der Union tatsächlich verlassen; sie ist zentral für die Bestätigung des Ausgangs und …
Definition lesen →Ausgleichszoll (Countervailing duty)
Ausgleichszoll ist ein handelspolitischer Zusatzzoll, der eingeführt werden kann, um die schädigende Wirkung subventionierter Einfuhren auszugleichen.
Definition lesen →Automated Export System (AES)
AES ist das EU-weite System zur elektronischen Unterstützung der Ausfuhrformalitäten und die Weiterentwicklung früherer Export-Systeme.
Definition lesen →B
BAFA
Das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) ist eine Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und …
Definition lesen →Bewilligung (zollrechtliche Bewilligung)
Bewilligung ist eine formelle, behördliche Entscheidung, die die Nutzung bestimmter Zollvereinfachungen oder besonderer Verfahren erlaubt (z. B. Veredelung …
Definition lesen →Binding Origin Information (BOI/vUA)
BOI ist eine verbindliche Entscheidung/Information der Zollbehörden zur Ursprungseigenschaft (präferenzrechtlich), die Rechtsklarheit für zukünftige Vorgänge …
Definition lesen →Binding Tariff Information (BTI / vZTA)
BTI/vZTA ist eine verbindliche Zolltarifauskunft zur Einreihung einer Ware; sie dient der EU-weit einheitlichen Tarifierung und ist für Behörden und Inhaber …
Definition lesen →Buchmäßige Erfassung (bookkeeping entry)
Buchmäßige Erfassung beschreibt die zollrechtlich relevante Erfassung festgesetzter Abgabenbeträge in den Konten/IT-Systemen der Verwaltung als Schritt der …
Definition lesen →C
Carnet A.T.A.
Das Carnet A.T.A. ist ein international anerkanntes Zolldokument für die vorübergehende Ein- und Ausfuhr von Waren ohne Zahlung von Zöllen und anderen …
Definition lesen →Carnet ATA
Das Carnet ATA ist ein internationales Zollpapier für die vorübergehende Verwendung (z. B. Messeware), das Zollformalitäten vereinfachen und eine …
Definition lesen →Carnet TIR
Carnet TIR ist das Dokument des internationalen TIR-Versandverfahrens, das den grenzüberschreitenden Straßentransit unter Zollverschluss mit vereinfachten …
Definition lesen →CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism)
CBAM ist ein EU-Grenzausgleichsmechanismus, der für bestimmte importierte Waren zusätzliche klima-/emissionsbezogene Melde- und Ausgleichspflichten etabliert …
Definition lesen →CITES
CITES-Pflichten betreffen den grenzüberschreitenden Handel mit geschützten Arten (Wildfauna/-flora); Zollabfertigung erfordert oft besondere …
Definition lesen →Combined Nomenclature (Kombinierte Nomenklatur, CN/KN)
Die CN ist das achtstellige EU-Warencodierungssystem, aufgebaut auf dem HS; sie ist Grundlage für Zolltarif (zehn- und elfstellig), Maßnahmen und Statistik …
Definition lesen →Common Customs Tariff (Gemeinsamer Zolltarif, CCT)
Der Gemeinsame Zolltarif umfasst die 10-stellige Nomenklatur und Zollsätze sowie weitere EU-Maßnahmen, die die Abgabenhöhe beeinflussen; er wird EU-weit …
Definition lesen →Customs Decisions System (CDS)
CDS ist ein EU-System zur Verwaltung/Abwicklung bestimmter Zollentscheidungen (u. a. Bewilligungen, deferment) und zur Harmonisierung von Antrags- und …
Definition lesen →D
Datenanforderungen (Data Requirements) und EU Customs Data Model (EUCDM)
Datenanforderungen sind die rechtlich vorgegebenen Datenfelder/Codewerte für Anmeldungen, Mitteilungen und Nachweise; das EUCDM standardisiert diese …
Definition lesen →Delegierte Verordnung zum Unionszollkodex (UZK-DA)
Die Delegierte Verordnung ergänzt den UZK um detaillierte Regelungen, u. a. zu Verfahren, Bewilligungen und Voraussetzungen, und ist für die praktische …
Definition lesen →Dokumentenprüfung
Dokumentenprüfung ist eine Form der Zollkontrolle, bei der Zollbehörden die Angaben und Nachweise zu Anmeldung, Ursprung, Wert, Maßnahmen und …
Definition lesen →Dual-Use-Güter
Dual-Use-Güter sind Güter/Technologien, die aus u.a. dem militärischen, kerntechnischen Bereich zivil genutzt werden und wieder rückverwendbar sind. Daher …
Definition lesen →Durchführungsverordnung zum Unionszollkodex (UZK-IA)
Die Durchführungsverordnung konkretisiert die einheitliche Umsetzung des UZK in allen Mitgliedstaaten, insbesondere zu Datenformaten, IT-Strukturen …
Definition lesen →E
Einfuhrabgaben
Einfuhrabgaben sind die bei Einfuhr anfallenden Abgaben, insbesondere Einfuhrzoll sowie Einfuhrumsatzsteuer und ggf. Verbrauchsteuern; sie werden im Rahmen …
Definition lesen →Einfuhranmeldung
Einfuhranmeldung ist die Zollanmeldung zur Überführung von Nicht-Unionswaren in ein Zollverfahren (häufig Freiverkehr) und die zentrale Datengrundlage für …
Definition lesen →Einfuhrumsatzsteuer (EUSt)
EUSt ist die Umsatzsteuer auf eingeführte Waren; in Deutschland ist sie als Verbrauchsteuer eingeordnet, und zollrechtliche Vorschriften gelten sinngemäß.
Definition lesen →Eingangsanmeldung / Summarische Eingangsanmeldung (ENS)
ENS ist die Sicherheits-/Schutzanmeldung mit Vorabdaten für Waren, die in die EU verbracht werden; sie ermöglicht Risikoanalyse vor Ankunft.
Definition lesen →Einreihung / Tarifierung
Einreihung ist die Zuordnung einer Ware zu einer Warennummer (HS/CN/TARIC) nach den Auslegungsregeln; sie bestimmt Zollsätze und nichttarifäre Maßnahmen.
Definition lesen →Endverbleibserklärung
Eine Endverbleibserklärung ist ein geforderter Nachweis über den Endnutzer und Verwendungszweck von kontrollierten Gütern, typischerweise im …
Definition lesen →Endverwendung (End-Use)
Endverwendung ist ein Zollregime/Mechanismus (Länderembargos, Dual-Use, Rüstungsgüter), bei dem bestimmte Nicht-Unionswaren bei Überlassung in den freien …
Definition lesen →Entziehung aus der zollamtlichen Überwachung
Entziehung bedeutet, dass Waren dem Zugriff/der Überwachung der Zollbehörden faktisch entzogen werden (z. B. unzulässige Entfernung, falsche Behandlung), was …
Definition lesen →EORI-Nummer
EORI ist die EU-weit eindeutige Identifikationsnummer für Wirtschaftsbeteiligte im Zollkontext, erforderlich für elektronische Verfahren und Kommunikation …
Definition lesen →Erlass und Erstattung (Repayment/Remission)
Erlass/Erstattung bezeichnet die (teilweise) Rückzahlung oder den Verzicht auf Einfuhr-/Ausfuhrabgaben, wenn gesetzliche Gründe vorliegen (z. B. Überzahlung …
Definition lesen →Exportkontrolle
Die Exportkontrolle ist ein international gehandhabtes Rechtsinstrument, das sich auf den sicherheitspolitisch relevanten grenzüberschreitenden Austausch von …
Definition lesen →F
Freihandelsabkommen
Ein Freihandelsabkommen ist ein Abkommen, das bilateral (zweiseitig) oder multilateral (mehrseitig) mit der Absicht geschlossen wird, den internationalen …
Definition lesen →Freiverkehr (Überlassung zum zollrechtlich freien Verkehr)
Freiverkehr ist das Standard-Einfuhrverfahren, das Nicht-Unionswaren nach Erfüllung der Formalitäten in Waren mit unionsrechtlichem Status überführt, sodass …
Definition lesen →Freizone
Freizonen sind abgegrenzte Bereiche im Zollgebiet der Union, in die Nicht-Unionswaren eingeführt werden können, ohne dass Einfuhrabgaben und …
Definition lesen →G
Gemeinsames Versandverfahren (Common Transit Convention, CTC)
Das gemeinsame Versandverfahren ermöglicht die Beförderung von Waren unter zollamtlicher Überwachung zwischen verschiedenen Zollgebieten, IT-gestützt und mit …
Definition lesen →Gestellung
Gestellung ist das Vorstellen/Bereitstellen von Waren (und ggf. Transportmitteln) bei der Zollstelle bzw. die Anzeige, dass Waren unter Zollaufsicht …
Definition lesen →H
H7-Datensatz (Zollanmeldung für Sendungen geringen Werts)
H7 bezeichnet in der EU-Datenlogik einen vereinfachten Datensatz für bestimmte Low-Value-Sendungen, der den elektronischen Import auch bei Massensendungen …
Definition lesen →Handelspolitische Maßnahmen
Handelspolitische Maßnahmen sind nichttarifäre und tarifäre Instrumente (z. B. Verbote/Beschränkungen, Überwachungsmaßnahmen, Antidumping/Ausgleich …
Definition lesen →Handelsrechnung
Die Handelsrechnung weist den Handelskauf von Waren und Gütern nach und ist die Grundlage für die Ausstellung aller relevanten Zolldokumente.
Definition lesen →Harmonisiertes System (HS)
Das HS ist das weltweite Wareneinreihungssystem der WCO mit sechsstelliger Basiscodierung; es bildet die Grundlage für nationale/EU-Zolltarife und …
Definition lesen →I
Import Control System 2 (ICS2)
ICS2 ist das EU-System für Vorab-Frachtinformationen; es verlangt Safety-&-Security-Daten (ENS) für Waren, die in oder durch die EU gelangen, und ermöglicht …
Definition lesen →Import One Stop Shop (IOSS)
IOSS ist ein umsatzsteuerliches Sonderverfahren für Fernverkäufe importierter Waren an EU-Verbraucher (typischerweise bis 150 EUR), das die …
Definition lesen →Incoterms® 2020
Incoterms® sind von der ICC herausgegebene Lieferklauseln (11 Standardregeln), die Aufgaben, Kosten- und Gefahrenübergang zwischen Verkäufer und Käufer in …
Definition lesen →Integrierter Zolltarif (TARIC)
TARIC ist die EU-Datenbank, die CN-basierte Warencodes mit allen relevanten Zoll- und Handelsmaßnahmen verknüpft (Zollsätze, Präferenzen …
Definition lesen →Intrahandelsstatistik
Die Intrahandelsstatistik erfasst den gegenseitigen körperlichen Warenverkehr zwischen Deutschland und anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union …
Definition lesen →K
Konnossement (Bill of Lading)
Das Konnossement ist ein zentrales Seefracht-Dokument (Empfangsbestätigung, Transport-/Verfügungsdokument), das in Zollprozessen als Transportnachweis und …
Definition lesen →Kontingent (Zollkontingent / Tarifkontingent)
Ein Zollkontingent erlaubt die Einfuhr einer begrenzten Warenmenge zu ermäßigtem oder Nullzollsatz innerhalb eines Zeitraums; außerhalb gelten Normalzölle.
Definition lesen →Kumulierung (Ursprung)
Kumulierung ist ein Mechanismus in Präferenzursprungsregeln, der Vormaterialien/Be- oder Verarbeitungen aus bestimmten Partnerländern so behandelt, als …
Definition lesen →L
Lieferantenerklärung
Lieferantenerklärungen sind Erklärungen innerhalb der Lieferkette, die Ursprungseigenschaften (i. d. R. präferenziell) von Waren belegen helfen und dem …
Definition lesen →Local Reference Number (LRN)
LRN ist eine vom Wirtschaftsbeteiligten vergebene Referenznummer, die in elektronischen Zollverfahren zur Vorgangsidentifikation in der Vorphase und zur …
Definition lesen →M
N
Nachforschungsersuchen
Das Nachforschungsersuchen nach Artikel 796da ZK-DVO dient der nachträglichen Erledigung von Ausfuhrverfahren oder der Ungültigkeitserklärung von …
Definition lesen →Nachträgliche buchmäßige Erfassung / Nacherhebung
Nacherhebung ist die nachträgliche Festsetzung/Erhebung von Abgaben, wenn sich nach Überlassung herausstellt, dass Abgaben zu niedrig festgesetzt wurden oder …
Definition lesen →NCTS (New Computerised Transit System)
NCTS ist das EU-weite und gemeinsame elektronische System zur Verwaltung und Kontrolle von Versand-/Transitbewegungen; es erzeugt MRN und ermöglicht …
Definition lesen →Nicht-Unionsware
Nicht-Unionsware ist Ware, die keinen Unionswarenstatus besitzt und daher beim Verbringen in die EU grundsätzlich zollrechtlichen Formalitäten, Überwachung …
Definition lesen →Nichtpräferenzieller Ursprung
Nichtpräferenzieller Ursprung ist die Ursprungsbestimmung außerhalb von Präferenzabkommen, relevant u. a. für handelspolitische Maßnahmen, Kennzeichnung und …
Definition lesen →O
P
Passive Veredelung (Outward Processing, OP)
Passive Veredelung erlaubt, Unionswaren vorübergehend auszuführen, im Drittland zu bearbeiten und anschließend teilweise abgabenbegünstigt wieder einzuführen.
Definition lesen →PoUS (Proof of Union Status)
PoUS ist ein elektronisches System zum Nachweis des Unionswarenstatus (z. B. in bestimmten Transport-/Umladekonstellationen), um Statusfragen ohne erneute …
Definition lesen →Präferenzabkommen
Das Präferenzabkommen besteht zwischen der Europäischen Gemeinschaft und einigen Staaten. Beim internationalen Versand von Waren bedeutet das, dass die Ware …
Definition lesen →Präferenzieller Ursprung
Präferenzieller Ursprung ist der Ursprung im Sinne eines konkreten Präferenzabkommens oder Präferenzsystems und ermöglicht (bei erfüllten Regeln und gültigem …
Definition lesen →Präferenznachweis (EUR.1, Ursprungserklärung, Erklärung zum Ursprung, Statement on Origin)
Präferenznachweis ist das Dokument/Statement, mit dem der präferenzielle Ursprung gegenüber Zollbehörden belegt wird (Form abhängig von Abkommen/System, z …
Definition lesen →Q
R
Rechtsbehelf (Einspruch, Beschwerde, Klage)
Rechtsbehelf umfasst die zulässigen rechtlichen Schritte gegen Zollentscheidungen (z. B. Abgabenfestsetzung, Bewilligungsablehnung), um Rechtsschutz zu …
Definition lesen →Regelzollsatz (Meistbegünstigung/MFN)
Der Regelzollsatz ist der Standard-Zollsatz des Gemeinsamen Zolltarifs für eine Warennummer, sofern keine Präferenz, Aussetzung oder sonstige Sondermaßnahme …
Definition lesen →REX
Mit dem Status „REX – registrierter Ausführer“ können Unternehmen eigenständig Ursprungsbescheinigungen in Form einer Erklärung zum Ursprung auf der Rechnung …
Definition lesen →REX-System (Registered Exporter)
REX ist ein System der Ursprungsselbstzertifizierung; registrierte Ausführer können bestimmte Erklärungen zum Ursprung für Präferenzzwecke abgeben.
Definition lesen →Risikomanagement / Risikoanalyse
Risikoanalyse ist die systematische Bewertung von Waren/Sendungen zur Steuerung von Kontrollen, basierend auf Daten (z. B. ENS in ICS2) und weiteren …
Definition lesen →Rückwaren (Returned Goods Relief)
Rückwaren sind zuvor aus der EU ausgeführte Waren, die unter bestimmten Bedingungen abgabenfrei/abgabenbegünstigt wieder eingeführt werden können, wenn sie …
Definition lesen →S
Sendungen geringen Werts (Low-Value Consignments, LVC)
LVC bezeichnet Massensendungen, oft aus E-Commerce, die typischerweise bis 150 EUR bewertet sind und besondere Daten-/Steuerregime (z. B. IOSS) auslösen.
Definition lesen →Sicherheitsleistung / Garantie
Sicherheitsleistung ist eine finanzielle Absicherung, um die mögliche oder bestehende Zollschuld (und ggf. weitere Abgaben) zu sichern; sie kann als Einzel- …
Definition lesen →Single Window Environment for Customs (EU SWE-C / EU CSW-CERTEX)
EU Single Window schafft interoperable Datenaustauschmechanismen zwischen Zoll und anderen Behörden (z. B. Zertifikate/Lizenzen), um Grenzformalitäten …
Definition lesen →Statusnachweis Unionsware (T2L/T2LF)
T2L/T2LF sind Nachweise/Formate zum Belegen des Unionswarenstatus in spezifischen Konstellationen (v. a. Seeverkehr/Statusfragen), zunehmend durch PoUS …
Definition lesen →Summarische Ausgangsanmeldung (EXS)
EXS ist die Sicherheits-/Risiko-Anmeldung für Waren, die aus dem Zollgebiet der Union verbracht werden, wenn nicht bereits gleichwertige Daten über andere …
Definition lesen →Surveillance-System (Überwachungssystem)
Surveillance ist ein EU-System zur Überwachung bestimmter Warenströme/Importe/Exporte, u. a. zur Betrugsbekämpfung und zur Umsetzung spezifischer …
Definition lesen →T
Tarifaussetzung (Zollaussetzung)
Tarifaussetzung ist die (meist autonome) zeitlich befristete Absenkung/Nullsetzung des Zolls für bestimmte Waren, um Versorgung zu sichern oder …
Definition lesen →Transaktionswert (customs value method)
Transaktionswert ist die primäre Zollwertmethode: grundsätzlich der tatsächlich gezahlte oder zu zahlende Preis für die eingeführten Waren, ggf. angepasst um …
Definition lesen →Transit / Versandverfahren (T1/T2)
Versandverfahren (Transit) ermöglichen die Beförderung von Waren unter Zollaufsicht zwischen Zollgebieten oder innerhalb eines Zollgebiets über ein anderes …
Definition lesen →U
Unionsware
Unionsware sind Waren mit Unionsstatus (z. B. vollständig in der EU gewonnen/hergestellt oder ordnungsgemäß zum freien Verkehr überlassen), die grundsätzlich …
Definition lesen →Unionszollkodex (UZK/UCC)
Der UZK ist das zentrale EU-Zollgesetz, das allgemeine Vorschriften, Definitionen und Verfahren für den Warenverkehr über die Außengrenze und innerhalb …
Definition lesen →Ursprungszeugnis (Certificate of Origin)
Ein Ursprungszeugnis ist ein (oft von Kammern ausgestellter) Nachweis zum (meist nichtpräferenziellen) Ursprung, der in bestimmten Ländern/Branchen als …
Definition lesen →V
Verbote und Beschränkungen (Prohibitions & Restrictions)
Verbote und Beschränkungen sind Regelungen, die das Verbringen bestimmter Waren in die EU, durch die EU oder aus der EU heraus untersagen oder nur unter …
Definition lesen →Verbrauchsteuer
Verbrauchsteuern sind indirekte Steuern auf bestimmte Waren (z. B. Energie/Alkohol/Tabak) und spielen im Zollkontext sowohl bei Einfuhr als auch bei …
Definition lesen →Verordnung
Eine Verordnung ist ein verbindlicher Rechtsakt, den alle EU-Länder in vollem Umfang umsetzen müssen.
Definition lesen →Verwahrung (vorübergehende Verwahrung / Temporary Storage)
Vorübergehende Verwahrung ist das zeitweilige Lagern von Nicht-Unionswaren unter Zollaufsicht zwischen Gestellung und Überführung in ein Zollverfahren oder …
Definition lesen →Vorübergehende Verwendung (Temporary Admission)
Vorübergehende Verwendung ist ein besonderes Verfahren, das die zeitweilige Nutzung von Nicht-Unionswaren im Zollgebiet ermöglicht, oft mit vollständiger …
Definition lesen →W
Warenursprung
Der Begriff Warenursprung wird für zwei verwandte, doch unterschiedliche Rechtsgebiete verwendet: den handelsrechtlichen bzw. handelspolitischen sowie den …
Definition lesen →Wiederausfuhr
Wiederausfuhr ist die Ausfuhr von Nicht-Unionswaren aus dem Zollgebiet der Union (im Unterschied zur Ausfuhr von Unionswaren), oft als Beendigung eines …
Definition lesen →Y
Z
Zahlungsaufschub (Aufschubkonto)
Zahlungsaufschub erlaubt, fällige Einfuhrabgaben nicht sofort, sondern innerhalb festgelegter Fristen zu zahlen; in der Praxis geschieht dies oft über ein …
Definition lesen →Zollanmeldung (Customs Declaration)
Die Zollanmeldung ist die zentrale, rechtsgestaltende Erklärung, mit der ein Zollverfahren beantragt und die hierfür erforderlichen Daten/Unterlagen …
Definition lesen →Zollgebiet der Union (Customs Territory)
Das Zollgebiet der Union ist der geografische Anwendungsbereich des EU-Zollrechts; das Verbringen von Waren über dessen Grenze löst typischerweise …
Definition lesen →Zollkontrolle
Zollkontrolle umfasst behördliche Maßnahmen zur Prüfung von Waren, Beförderungsmitteln und Dokumenten, um Abgabenerhebung, Sicherheit und Einhaltung von …
Definition lesen →Zolllager (Customs Warehousing)
Zolllager ist ein Lagerverfahren, das die Lagerung von Nicht-Unionswaren unter Zollaufsicht ermöglicht, ohne dass Einfuhrabgaben sofort fällig werden …
Definition lesen →Zollschuld
Zollschuld ist die Verpflichtung, Einfuhr- oder Ausfuhrabgaben zu zahlen; sie entsteht z. B. bei Überlassung von Nicht-Unionswaren zum freien Verkehr oder …
Definition lesen →Zollschuldner
Zollschuldner ist die Person, die rechtlich zur Zahlung der Zollschuld verpflichtet ist; das kann je nach Verfahren, Vertretungsform und Tatbestand variieren.
Definition lesen →Zolltarif
Der Zolltarif bündelt Warenklassifikation (steuerliche Nomenklatur) und Zollsätze sowie weitere EU-Regelungen, die die Abgabenhöhe beeinflussen.
Definition lesen →Zolltarifnummer (Warennummer)
Die Zolltarifnummer ist der Code, unter dem eine Ware im Zolltarif eingereiht wird (EU-Kontext typischerweise mindestens CN-8-stellig, ergänzt durch …
Definition lesen →Zollvertretung (direkt / indirekt)
Zollvertretung bedeutet, dass eine Person einen Vertreter bestellt, der Zollformalitäten übernimmt: direkt im Namen und für Rechnung des Vertretenen …
Definition lesen →Zollwert
Zollwert ist die Bemessungsgrundlage für wertabhängige Zölle; er wird nach gesetzlich vorgegebenen Methoden ermittelt, primär über den Transaktionswert …
Definition lesen →Zollwertanmeldung
Zollwertanmeldung bezeichnet die strukturierte Erklärung/Datenübermittlung zur Zollwertermittlung im Rahmen der Zollanmeldung, insbesondere wenn zusätzliche …
Definition lesen →